Holzgerlingen hilft nur noch Hoffen

07.09.2015

Twister sind nach 7:45-Niederlage in Kirchdorf auf Schützenhilfe angewiesen

Von Michael Schwartz Kreiszeitung Böblingen 07.09.2015

Ab durch die Mitte: Holzgerlingens Jeffrey Bähr (Nummer 6) hat in Kirchdorf den einzigen Touchdown für die Twister erzielt Foto: Schittenhelm

Jetzt heißt es noch eine Woche zittern. Die Zweitliga-Footballer der Holzgerlingen Twister haben ihre letzte Partie der Saison am Samstag mit 7:45 bei den Kirchdorf Wildcats verloren. Ob sie deshalb auch absteigen müssen? Das entscheidet sich erst kommenden Samstag. Dann müssen auch die Darmstadt Diamonds bei den Wildkatzen ran. Verlieren die Konkurrenten um den Klassenerhalt dort, haben die Wirbelstürme den Ligaverbleib geschafft. Gewinnen aber die Diamanten, steht für die Schönbuch-Footballer der bittere Gang in die Regionalliga an.

"Ich denke, sie werden auch gegen Kirchdorf kein Land sehen", wirkt Twister-Headcoach Kevin Selje optimistisch vor dem großen Finale. Schon gegen Tabellenführer Frankfurt Universe hatten die Diamonds diese Woche wenig zu melden (6:34). Außerdem haben die Wildcats den Holzgerlingern versprochen, noch einmal alles zu geben. "Das ist eine super Mannschaft", ist sich Selje sicher, dass sie dieses Vorhaben auch in die Tat umsetzen werden. Von der entscheidenden Partie wird es im Internet einen Live-Ticker geben, den sicherlich nicht wenige Wirbelstürme gebannt online verfolgen.

Zunächst einmal scheinen sie aber froh zu sein, in dieser Runde selbst nicht noch einmal ranzumüssen. "Wir haben die Zeit einfach nur noch runtergespielt und gehofft, dass es demnächst vorbei ist", kommentierte Kevin Selje die zweite Halbzeit in Kirchdorf. Die Offense-Bemühungen verpufften da regelmäßig im Ansatz, während die Wildcats vor allem durch Pässe zu ihren Touchdowns kamen. "Wir hatten keine Kräfte mehr, deshalb ist das Ergebnis leider so hoch ausgefallen", zog der Headcoach auch die fünfstündige, auslaugende Busfahrt als Begründung heran. Zudem waren die Holzgerlinger Footballer wieder einmal mit dem annähernd letzten Aufgebot angetreten. Lediglich 28 Mann waren dabei. Kirchdorf war auch mit zunehmenden Spieldauer in der Lage nachzusetzen, "und meine Jungs konnten einfach nicht mehr" (Selje).

Bähr und Rüschenpöhlerpunkten für die Gäste

Dabei hatte es in der ersten Hälfte gar nicht so schlecht ausgesehen. Zur Pause lagen die Gäste nur mit 7:19 zurück. Nach dem 9:0 der Wildkatzen hatte Jeffrey Bär seinen großen Auftritt. Unaufhaltsam spurtet er 60 Yards übers Feld und punktete mit einem Lauf-Touchdown. Den Extrapunkt besorgte Thomas Rüschenpöhler. Sogar das 13:19 lag in Reichweite. Aber erst wurde Paul Siefert nach einem langen Pass ein Yard vor der Endzone zu Fall gebracht, dann misslang beim folgenden Versuch der Snap. Fünf Sekunden vor der Halbzeit verpassten es die Twister somit, den Rückstand zu verkürzen und vielleicht auch psychologische Kräfte freizusetzen.


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