Schokoladige Leckerei zum Saisonstart

24.04.2015

Holzgerlingen Twister lassen ihr Spielgerät vom Nufringer Chocolatier Kevin Kugel in Pralinenform gießen

Von Sandra Langguth Kreiszeitung Böblingen 24.04.2015

Ein Hauch Goldstaub fürs perfekte Finish  Foto: Bischof

Popcorn im Kino und Chips beim Krimi – diese Kombis kennt jeder. Aber Pralinen beim Football? Warum nicht, dachte man sich beim Zweitligisten Holzgerlingen Twister. Vor ihrem ersten Spiel der neuen Saison haben die Wirbelstürme deshalb bei Chocolatier Kevin Kugel in Nufringen kleine Schoko-Eier in Auftrag gegeben.

Dunkel-glänzend schmiegt sich die kakaohaltige Flüssigkeit in die Einbuchtungen der Pralinen-Form. Getrocknet bildet sie damit die feine Hülle, in der anschließend die fruchtig-gelbe Maracuja-Sahne-Füllung Platz findet. Mit einem dünnen Schokodeckel luftdicht verschlossen, wird die kleine Leckerei mit einem zweiten Teil zu einer Kugel verschmolzen. Zu guter Letzt kommt noch ein feiner Hauch Goldstaub darüber und fertig ist der Football aus Zartbitter-Schokolade.

„Mal probieren?“, fragt Kevin Kugel, der in seiner Chocolaterie in Nufringen gerade eine Ladung der Twister-Bälle fertiggestellt hat. Die Idee dazu kam von Brigitte Selje, der Mutter des neuen Holzgerlinger Headcoaches Kevin. „Sie wohnt hier in der Nähe, kam vorbei und hat einfach mal nachgefragt, ob wir so was machen können“, erzählt Kevin Kugel. Er schaute sich sogleich um, ob und wo wohl eine entsprechende Form aufzutreiben sei, um die kleinen Footballs herstellen zu können. „In Deutschland habe ich keine gefunden.“ Brigitte Selje wurde schließlich in den USA fündig, und nachdem sich der Twister-Vorstand in einer Sitzung für ein Modell entschieden hatte, konnte sich der Chocolatier an die Feinheiten wagen. Klar war, dass die Füllung gelb sein musste, passend zum Twister-Emblem. Und alkoholfrei mussten die Pralinen ebenfalls sein. Bei den Test-Essern kam die erlesene Komposition jedenfalls bestens an, und so dürfen sich die Fans der Twister, die ihrer Mannschaft am kommenden Sonntag beim ersten Spiel der neuen Zweitliga-Saison auf dem „Beach“ die Daumen drücken, über zartschmelzende Mini-Bälle freuen. Eine etwas größere, rund 100 Gramm schwere Version ist ebenfalls geplant.

Für Kevin Kugel, der 2013 deutscher Meister seines Faches wurde und Aufträge aus der ganzen Republik bekommt, ist es die erste Vereins-Praline im Portfolio. Neuen und kreativen Dingen steht der von der Handwerkskammer zum „Gründer des Jahres“ gekürte Nufringer ohnehin offen gegen- über. Da wird auch schon mal eine selbst kreierte Praline mit Schafskäse ins Sortiment aufgenommen. „Im Grunde ist aus Schokolade alles machbar. Wichtig ist vor allem der Punkt zwischen flüssig und fest, denn dann ist die Schokolade formbar“, erläutert der Fachmann, wie wichtig es ist, die richtigen Temperaturen im Umgang mit Schokolade einzuhalten. Auch was die Lagerung angeht, denn Pralinen im handels- üblichen Kühlschrank aufzubewahren, ist komplett falsch. „Am besten bei 12 Grad“, sagt Kevin Kugel, „und innerhalb von sechs bis acht Wochen verzehren, da wir komplett ohne Konservierungsstoffe arbeiten.

Bestellliste für das zweite Heimspiel am Muttertag 

Ob die die kleinen Football-Pralinen den kommenden Sonntag überhaupt überleben oder schon direkt beim hoffentlich spannenden Spiel verdrückt werden, wird sich zeigen. Jedenfalls sind die süßen Eier in kleinen, mit jeweils drei Stück befüllten und mit dem Twister-T beklebten Tütchen zu 5,50 Euro erhältlich. Eine Bestellliste soll es ebenfalls geben, damit beim nächsten Heimspiel am Muttertag (10. Mai) schon ein Geschenk parat ist.


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