Ein Wirbelsturmviertel reicht den Herren bei den Pforzheim Wilddogs

29.04.2019

Für das zweite Spiel der Saison der Holzgerlinger Footballer ging es nach Pforzheim zu den Wilddogs. Die Pforzheimer konnten aus ihren bisherigen ersten beiden Spielen einen Sieg verbuchen. Besonders die Niederlage gegen die Stuttgart Silver Arrows vor heimischer Kulisse galt es wettzumachen.
Genauso legten auch gleich die Pforzheimer los, mit ihrem ersten Ballbesitz punkteten die Wilddogs mit einem Laufspielzug über 40 Yards und legten mit 7:0 vor. Die Twister Offense benötigte einige Zeit, ehe sich das Laufspiel etablieren konnte. Über das erste Viertel zeichnete sich ab, dass sich etwas zugunsten der Holzgerlinger zusammenbraut. Den Anfang machte Patrick Wiedmann, der im wahrsten Sinne des Wortes in Tritt kam und das Ei in die Endzone der Pforzheimer lief. Der Extrapunktversuch wurde geblockt, deshalb konnten die Holzgerlinger nur auf 7:6 verkürzen.
Was sich ab Mitte des ersten Spielviertels abgezeichnet hatte, wurde im zweiten Viertel freigelassen. Die Holzgerlinger Verteidigung war präsenter und in Person von Giray Özdemir gedankenschneller. Dieser nahm mit seiner zweiten Interception in der Saison den Pforzheimern den Wind aus den Segeln und bescherte seinem Team den Ballbesitz. Die Twister Offensive belohnte sich sofort. Quarterback Jovani Duran fand seinen Receiver Dominik Seeber, der nach seinem Catch weitere 60 Yards rannte und dabei mehrere Tackle-Versuche der Wilddogs durchbrach, Touchdown Twister – neuer Stand 7:12. Jetzt kam der Wirbelsturm ins Rollen und mit dem nächsten Ballbesitz zeigten die Twister wie gut sie den Ball bewegen können. Sowohl Pass- als auch Laufspielzüge funktionierten jetzt. Am Ende war es ein Lauf-Touchdown, wieder einmal durch Patrick Wiedmann. Durch einen erfolgreichen Zwei-Punkte-Versuch bauten die Holzgerlinger ihre Führung auf 7:20 aus. Kevin Selje, der auch für die Special Teams verantwortlich ist, sah eine Schwäche im Pforzheimer Kick-off-Team und entschied sich für einen On-Side-Kick – erfolgreich! Klaus Stadlmaier eroberte den Ball für die Twister und die Pforzheimer Offensive durfte wieder einmal nur zuschauen. Die Holzgerlinger Offensive hielt das Tempo hoch, Jovani Duran feuerte aus allen Lagen und fand seine Receiver ein ums andere Mal, unter anderem auch Brandon Sai, der nach 40 Yards den Ball fing und weitere 5 Yards in die Endzone lief – Touchdown Twister. Was darauf folgte, muss den Zuschauern wie ein Deja-Vu vorgekommen sein: Holzgerlingen kickt den Onside-Kick, Stadlmeier sichert den Ball für Holzgerlingen, Duran lässt das Ei durch die Luft fliegen und am Ende ist es wieder einmal Brandon Sai, der nach einem 35-Yard-Pass den Ball in der Endzone aus der Luft pflückt und jubelt. Statt den Extrapunkt zu kicken, liefen die Holzgerlinger über Duran den Ball in die Endzone. Halbzeitstand 7:35 für Holzgerlingen.
Die zweite Halbzeit der Holzgerlinger war wohl die Ruhe nach dem Sturm. Die Offensive lief nicht mehr so rund wie im zweiten Viertel, zudem kamen Unkonzentriertheiten hinzu, die Strafen mit sich zogen. Stattdessen waren es die Hausherren, die Oberwasser bekamen und mit ihrem Laufspiel die Schwächen der Holzgerlinger freilegten. So kam es auch, dass die Wilddogs mit zwei Touchdowns auf mittlerweile 21:38 verkürzten. Im letzten Spielviertel fand die Holzgerlinger Offensive ihren Rhythmus auch nicht mehr und die Wilddogs legten noch einen Touchdown zum Endstand von 28:38 nach.
Die Twister gewinnen und holen ihren zweiten Sieg aus dem zweiten Spiel. Head Coach Jason Olive lässt sein Team in der direkten Ansprach nachdem Feld wissen, dass er jederzeit einen hässlichen Sieg einer schönen Niederlage vorzieht und lässt damit durchblicken, dass es noch viel Arbeit bedarf, um am nächsten Sonntag in Stuttgart erfolgreich zu sein.